Lebendiges Mondphasenholz

Bäume sind eine Schöpfungsform der Natur. Es liegt in unserer Verantwortung, sie zu schützen und ihrer Natur entsprechend mit ihnen umzugehen. Das Holz für das NaturKlimaHaus stammt aus unseren heimischen Wäldern. Haben die Bäume ihre volle Reife erlangt, so werden sie zu jenem Zeitpunkt geerntet, bei dem ihr Saft und Nährstofffluss ruht: im Winter, bei abnehmendem Mond bis Neumond.

Die Bäume bleiben mit Krone und Ästen bis zum Frühjahr im Wald liegen. Nun ziehen die ersten Frühjahrstriebe die restlichen Säfte und Nährstoffe aus den Stämmen. Nach ihrer Entastung und Entrindung wird das Mondholz luftig und geschützt gelagert, um dann bis hin zum Kern gleichmäßig und schonend zu trocknen. So bildet das Mondphasenholz kaum Risse und kann die natürliche Holzeigenschaften beibehalten.

Die aus solchen Stämmen geschnittenen Balken und Bretter werden ebenso luftig aufgesetzt und bis zur optimalen Restfeuchtigkeit naturgemäß unter Dach luftgetrocknet. Dadurch nehmen sie auch bei höherem Luftfeuchtigkeitsangebot bedeutend weniger Wasser auf als technisch getrocknetes Holz. Holzzerstörende Insekten finden in diesem Mondphasenholz keinen Nährboden mehr. In dieser Weise verarbeitet ist das Mondphasenholz das ideale Bauholz für ein natürliches ökologisch gesundes Holzhaus. Übrigens: Holz ist ein nachwachsender Baustoff und in seiner Herstellung der energiesparendste unter allen Materialien – eben einzigartig.

Die Wahl der Baustoffe und die Planung als Niedrigenergiehaus in Verbindung mit einer Direktwärmepumpe, einer Pellets- oder Stückholzheizung, oder einer Photvoltaikanlage ergibt in der Gesamtheit ein Haus, das CO2-neutral und Ressourcen schonend ist. Dies dient der Umwelt und dem Wohlbefinden der Bewohner durch ein gesundes Raumklima.

Lehmsteine und Lehmputz

Die Kombination von Mondphasenholz und Lehmputz im ökologischen Hausbau, zwei natürlichen Baustoffen mit hervorragenden Eigenschaften, erweist sich als ideal, denn sie sorgt für ein besonders angenehmes und natürliches Wohnraumklima im Ökohaus.

Die Lehmsteine bestehen aus einem natürlichen Gemisch aus Lehm, Ton und Stroh. Sie werden nicht gebrannt und sind deshalb hygroskopisch. Das heißt, sie nehmen die überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und geben sie in trockener Umgebung wieder ab. Aufgrund ihrer Nut- und Feder-Verbindung können die Lehmsteine auch leicht in Eigenleistung verarbeitet werden. Die Oberflächen der Lehmsteinwände können vielfältig gestaltet werden. Zur individuellen Verarbeitung stehen Lehmfinishputze sowie Lehm- und Lehmstreichputze und Lehmfarben zum Auftragen oder Streichen zur Verfügung.

Innenausbau mit Zirbenholz

Wand- und Deckenverkleidungen gehören zu einer gesundheitsfördernden Ausstattung in einem mit Naturmaterialien gebauten Eigenheim. Die Zirbe – auch Arve oder Zirbelkiefer genannt – gehört zur Familie der Kieferngewächse. Das Holz der »Königin der Alpen« ist reich an wertvollen ätherischen Ölen und verströmt einen angenehmen Duft.

In medizinischen Studien des Joanneum-Research-Instituts in Weiz/Österreich konnte nachgewiesen werden, dass mit Zirbenholz ausgestattete Räume im Vergleich zu Räumen mit anderen Ausstattungen eine hervorragende Erholungs- und Wohlfühlqualität besitzen. Bei den Personen, die sich in Zirbenholzzimmern aufhielten, ließ sich bei den Untersuchungen eine niedrigere Herzfrequenz in physischen und psychischen Belastungssituationen feststellen. Außerdem zeigte sich auch ein beschleunigter vegetativer Erholungsprozess, eine längere nächtliche Tiefschlafphase und eine erhöhte soziale Aufgeschlossenheit. So führen die mit  Zirbenholz verkleideten  Innen- und Deckenwände im NaturKlimaHaus nicht nur zu einem besonderen Wohlgefühl, sondern sie können auch die Gesundheit in wesentlichen Aspekten unterstützen.